Phoenix-Blog

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Die Höllenfahrt

Ein Beitrag von Fritz Reheis – Exklusivabdruck aus „Die Resonanz-Strategie“. Erstveröffentlicht bei > Rubikon.

So lange das Wirtschaftswachstum unser Gott ist, sind die globalen Probleme nicht zu lösen.

Unsere kollektive Fahrt in den Abgrund ist eine Fahrt auf Sicht. Wir lösen immer nur die naheliegenden Probleme und bleiben an der Oberfläche. Werden zum Beispiel Elektroautos gefördert, bleibt völlig ungeklärt, wie und zu welchen Kosten dies geschehen soll.

Ein besonderes Merkmal dieser Höllenfahrt sind Teufelskreise, fachsprachlich auch „Rückkopplungseffekte“ genannt. Geld wird in Rüstung, Polizei und Überwachung gesteckt. In der Folge fehlt es im Haushalt an Geld für soziale Belange. In der Folge gibt es soziale Unruhen, die durch mehr Polizei und Militär kontrolliert werden müssen. Und so weiter.

Wie können wir aus diesem Wahnsinn aussteigen? Auf jeden Fall indem wir zu der Wurzel der Probleme vordringen: dem in unser Wirtschaftssystem eingebauten Wachstumszwang.

Die Stadt Dschagannath war in der indischen Mythologie das Zentrum der Verehrung des Hindugottes Krischna (1). Dort, so erzählt man sich, soll jeden Sommer ein 14 Meter hoher, hölzerner Wagen mit 16 Rädern und einem Bild Krischnas von Tausenden von Menschen rund einen Tag lang durch die Straßen gezogen worden sein. Er sei voll bepackt mit Menschen gewesen und habe im Laufe der Fahrt, besonders wenn es bergab ging, enorm an Tempo zugelegt, sodass es regelmäßig zu tödlichen Unfällen gekommen sei. Manche Gläubige sollen sich im Rausch dieses Festes sogar ganz bewusst vor den Wagen geworfen haben.

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