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Die größte verschwiegene Krise: Wasserknappheit!

Quelle: "Unangreifbar leben" von Guido Grandt

Wasserknappheit ist nicht nur ein Problem von „exotischen“ Ländern. Anhand von verschiedenen Beispielen aus Indien habe ich Ihnen die verheerenden Auswirkungen aufgezeigt. Aber auch anhand des EU-Mitgliedlandes Italien. Denn auch dort kam es zu einer verheerenden Katastrophe, die ich Ihnen eindringlich vor Augen geführt habe.

Ohnehin: Innerhalb von nur sechzig Jahren haben sich aufgrund der gestiegenen Nachfrage die weltweiten Wasserentnahmen mehr als verdoppelt. Das ist ein Riesenproblem, das uns alle noch lange beschäftigen wird und das Überleben der Menschheit auf den Prüfstein stellt.

Bislang ein Viertel der Weltbevölkerung von Wasserknappheit betroffen

Global gesehen sind vor allem 17 Länder, in denen 25 Prozent der Weltbevölkerung leben, einem extrem hohen „Grundwasserbelastungsniveau“ ausgesetzt, wie es in einem aktuellen Bericht des World Resources Institute (WRI) heißt.

Das Weltressourceinstitut ist eine unabhängige Umwelt-Denkfabrik mit Sitz in Washington, mit einem Stab von mehr als einhundert Wissenschaftlern, Ökonomen und Politikexperten. Schwerpunkte ihrer Arbeit umfassen die globale Erwärmung, verschiedene Ökosysteme, erneuerbare Energien und den Gebrauch von Ressourcen.

Das sind die Länder, die am schlimmsten vom Grundwasserstress betroffen sind

Die vom WRI genannten, von „extremen Grundwasserstress“ betroffenen Länder sind:

Katar, Israel, Libanon, Iran, Jordanien, Libyen, Kuweit, Saudi-Arabien, Eritrea, Vereinigte Arabische Emirate, San Marino, Bahrein, Indien, Pakistan, Turkmenistan, Oman, Botswana.

Zu den Ländern mit „hohem Grundwasserstress“ gehören: Chile, Zypern, Jemen, Andorra, Marokko, Belgien, Mexiko, Usbekistan, Griechenland, Afghanistan, Spanien, Algerien, Tunesien, Syrien, Türkei, Albanien, Armenien, Burkina Faso, Dschibuti, Namibia, Kirgistan, Niger, Nepal, Portugal, Irak, Ägypten, Italien.

Deutschland mit „mittlerem“ Grundwasserstress“

Aus der oben genannten Aufstellung können Sie leicht ersehen, dass auch EU-Länder unmittelbar von der Grund- und damit Trinkwasserkrise betroffen sind (Zypern, Belgien, Griechenland, Spanien, Portugal und Italien).

Deutschland wird vom WRI als Land mit „mittlerem Grundwasserstress“ eingestuft.

Extreme Wasserentnahmen für Wirtschaft

Bei den 17 Ländern mit extremen Grundwasserstress werden für die Landwirtschaft, Industrie und Kommunen jährlich durchschnittlich mehr als 80 Prozent des verfügbaren Wassers entnommen. Bei den 44 Länder mit hohem Grundwasserstress, in denen ein Drittel der Welt beheimatet ist, sind das immerhin noch 40 Prozent des Wasserangebots.

Wasserstress bedroht menschliches Leben

Sogenannter „Wasserstress“ ist eine ernsthafte Bedrohung für das menschliche Leben, den Lebensunterhalt und die Unternehmensstabilität. Handeln die betroffenen Länder nicht, wird sich die Situation weiter verschlechtern.

Denn durch den Bevölkerungswachstum, die soziökonomische Entwicklung und die Verstädterung erhöht sich der Wasserbedarf. Gleichzeitig verringern sich durch den Klimawandel die Niederschläge. Ein Teufelskreis, aus dem es nur schwer ein Entkommen gibt!

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