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Euro-Flucht: Bitte nicht mehr die Schweiz ansteuern

Die Euro-Ängste lasten schwer auf den Schultern der Deutschen. Sie fürchten sich (zu Recht) vor einer neuen Krise, die noch härter zuschlagen könnte als 2008 beziehungsweise 2011. Zum Schutz vor Verlusten fliehen viele in andere Währungen wie Franken, Kronen oder asiatische Devisen. Inzwischen sollten Sie jedoch ganz genau hinschauen, wie sicher diese Währungen noch sind.

Wer 2007 in Schweizer Franken investierte, hatte einen guten Riecher, denn in den bald folgenden Krisen 2008 und 2011 bot die Schweizer Währung nicht nur Schutz, sondern stieg sogar. Knapp 50 Prozent Gewinn unterm Strich sind beachtlich für eine solch konservative Anlage. Inzwischen sind jedoch aus unserer Sicht Neuengagements nicht mehr empfehlenswert. Unseren Lesern empfehlen wir bereits seit 2013 die Position auf "Halten" zu stellen. Aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen und der erhöhten Wahrscheinlichkeit einer neuen Krise, möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass der Schweizer Franken nur noch begrenzt Schutz bietet. Die Qualität des Franken hat nämlich leider nachgelassen. Deshalb ist inzwischen höchste Vorsicht geboten. Wer Alternativen kennenlernen will, klickt hier.

5 Kritikpunkte bereiten Sorgen

Aus diesen Gründen sind Investitionen in Schweizer Franken momentan mit Vorsicht zu genießen:

1. Der Schweizer Franken ist gemessen an klassischen Bewertungsmaßstäben völlig überbewertet. Besonders deutlich wird dies, wenn Sie die Preise in der Schweiz mit denen in Deutschland vergleichen. Die Preise in der Alpenrepublik sind deutlich höher. Gefährlich für Ihre Investitionen ist, dass Währungen langfristig dazu neigen, sich an der Kaufkraft zu orientieren.

2. Der hohe Kurs der Schweizer Franken ist eine Folge des massiven Kapitalzuflusses infolge der Krisen. Das Land ist eigentlich viel zu klein, um die vielen Fluchtgelder aufzunehmen. Außerdem besteht die Gefahr, dass der Schweizer Franken fallen könnte, sobald die anstehende Krise zum Beispiel über eine Währungsreform gelöst wird.

3. In der Schweiz herrscht eine kreditfinanzierte Immobilienblase. In den Bilanzen der Banken befindet sich ein sehr hohes Volumen an Hypotheken, die in der nächsten Rezession ausfallgefährdet sind.

4. Das schweizerische Bankensystem ist überdimensioniert. Es hat aufgrund seines großen internationalen Geschäfts ein sehr hohes Bilanzvolumen in Relation zur schweizerischen Wirtschaftskraft.

5. Um die Aufwertung der eigenen Währung abzubremsen, hat die Schweizerische Nationalbank sehr viele Fremdwährungen, vor allem Euro, gekauft. Ihre Bilanz ist dabei regelrecht explodiert. Im Unterschied zum Euroraum geschah dies zwar aus einer Position der Stärke, aber die Werthaltigkeit der Währungsreserven, die zum Teil auch in Form von Aktien angelegt werden, ist im internationalen Krisenfall stark gefährdet.

Jetzt Alternativen zu Investitionen in den Schweizer Franken kennenlernen.

Bitte verfallen Sie aufgrund der Kritik am Schweizer Franken nicht in Panik. Kurzfristig bietet der Schweizer Franken immer noch Schutz. Sollte es jedoch zu einer länger anhaltenden internationalen Krise kommen, bietet der Schweizer Franken nicht mehr die Zuverlässigkeit wie vor ein paar Jahren. Sie sind in der glücklichen Lage, dass Sie frühzeitig erfahren, welche Alternativen jetzt in Betracht kommen. Empfehlenswert ist beispielsweise eine norwegische Staatsanleihe.
Wer mehr wissen will, klickt hier.
Attraktiv und sicher ist auch ein Fonds, der in Fremdwährungsanleihen von Schuldnern hoher Bonität außerhalb des Euroraums investiert. 

Quelle:  Sicheres Geld Redaktion - Impressum