Phoenix-Blog

(c) 2019 - Rudolf von Flammersfeld

USA erwägen Truppenabzug aus Deutschland!

Nirgendwo in Europa sind so viele US-Truppen stationiert, wie in Deutschland. US-Präsident Trump erwägt eine Truppenverlegung und diese könnte schon bald spruchreif werden. Richard Grenell, US-Botschafter in Deutschland, sagte: „Es ist wirklich beleidigend zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in Deutschland weiterbezahlt, aber die Deutschen ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwenden.“

Zuvor twitterte die US-Botschafterin in Polen, Georgette Mosbacher: „Polen erfüllt seine Zahlungsverpflichtung von zwei Prozent des BIP gegenüber der Nato. Deutschland tut das nicht. Wir würden es begrüßen, wenn die amerikanischen Truppen in Deutschland nach Polen kämen.“ Trump hatte die Verlegung der US-Truppen bereits im Juni bei einem Besuch des polnischen Präsidenten Duda in Washington in Erwägung gezogen.

Generell unterstützte die Aussagen: „Präsident Trump hat recht, und Georgette Mosbacher hat recht. Zahlreiche Präsidenten haben die größte Volkswirtschaft Europas gebeten, für ihre eigene Verteidigung zu zahlen. Das ist eine Bitte, die sich über viele Jahre und viele Regierungen hingezogen hat. Nun ist man an einem Punkt angelangt, wo der US-Präsident reagieren müsse.“

Deutschland ist nach Japan der zweitgrößte Auslandsstandort von US-Truppen weltweit. Die Kommandozentrale für die US-Streitkräfte in Europa und Afrika ist Stuttgart. Der wichtigste Luftwaffenstützpunkt der USA ist die US-Air-Base Rammstein in Rheinland-Pfalz. Einer der größten US-Truppenübungsplätze ist im bayerischen Grafenwöhr. In Deutschland befinden sich 35.000 US-Soldaten. 17.000 amerikanische und 12.000 Deutsche Zivilisten sind bei den US-Truppen angestellt. Zehntausende weitere Arbeitsplätze hängen von den US-Streitkräften ab.

Am 24. August wird US-Präsident Trump beim G7-Gipfel im französischen Biarritz wieder auf Bundeskanzlerin Merkel treffen. Danach wird Trump Dänemark und Polen besuchen. Deutschland steht nicht auf seinem Reiseplan. Mal sehen, wie Trump in Biarritz auf Merkel reagieren wird.

Insgesamt dürfte die geostrategische Ausrichtung künftig besonders spannend sein.

Quelle: Capital Post